Jamaika verhandelt / Wir Buchmenschen
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
   
 
Mittwoch, 11.10.2017
 
Guten Morgen Herr Berger,
 
Trump
 
Trump
hat wieder zugeschlagen: Öffentlich forderte er seinen Außenminister, der auf den Mitteln der Diplomatie besteht, dazu auf, sich einem Intelligenztest zu unterziehen. Gegen ihn, Donald Trump, könne Rex Tillerson diesen nur verlieren. In Washington wird nicht mehr spekuliert, ob Tillerson abtritt, sondern wann.

Zitat
 
neu  
 
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit seinem Außenminister und seinem Verteidigungsminister tagte Trump mit dem Nationalen Sicherheitsrat im Situation Room des Weißen Hauses, einem abhörsicheren Kellerraum, der technisch mit den Sicherheitsdiensten verbunden ist. Trump ließ sich „a range of options“ - so das Weiße Haus - für den Umgang mit Nordkorea präsentieren. Es riecht nach Krieg.

Düstere Fragen drängen sich auf: Ist der Präsident fit für sein Amt? Auf wen hört er, wenn nicht auf seinen Außenminister? Und schließlich die Frage aller Fragen: Darf er wirklich im Alleingang das Nuklearpotential der USA zum Einsatz bringen?

Capitol  
 
Mit der Antwort darauf haben sich in den vergangenen Monaten viele Experten und auch der wissenschaftliche Dienst des US-Abgeordnetenhauses beschäftigt. Das Papier „Command and Control of Nuclear Forces“, das unmittelbar nach der Trump-Wahl entstand, liegt in den Büros von Senatoren und Kongressabgeordneten griffbereit in der Schublade.

Hayden  
 
Der Befund: Aufgrund der Angst vor einem sowjetischen Atomangriff wurde die Befehlskette in der Zeit des Kalten Krieges immer weiter verkürzt. Der Präsident darf ohne Zustimmung von Partei, Kabinett und Militärapparat den Startmechanismus - durch den sogenannten „nuclear code“ - in Gang setzen. In maximal 15 Minuten ist die erste von geschätzten 4018 amerikanischen Atomraketen in der Luft. Ex-CIA-Chef Michael Hayden wird in dem Gutachten mit den Worten zitiert: „The system is designed for speed and decisiveness. It's not designed to debate the decision.”

Jamaika  
 
In Deutschland können heute die Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung beginnen. Bis Weihnachten will man sich einig sein. Für die Verhandlungen bietet der Parteienstaat eine beeindruckende Phalanx von Funktionären auf, auch jene, die einen Rang, aber keinen Namen haben. Mit 56 Teilnehmern ist die Verhandlungskommission zur Bildung der Jamaika-Koalition mehr als doppelt so groß wie das Politbüro der chinesischen KP. In Berlin gilt offenbar das Motto: Think big. JETZT LESEN

Buchmesse  
 
Gestern haben der französische Präsident und die Bundeskanzlerin die Frankfurter Buchmesse eröffnet. Feierlich wurde die Deklaration der Menschenrechte neu aufgelegt. Im Zeitalter von Fake News komme den Verlagen eine wichtige Rolle zu, sagte Jürgen Boos: „Wir liberal-demokratisch gesinnte
Boos  
 
Büchermenschen müssen in Zeiten, in denen die Verbreitung von Angst und Hass wieder gesellschaftsfähig wird, mit attraktiven Gegenentwürfen antworten“, so der Chef der Buchmesse. Selbstbewusst fügte er hinzu: „Wir haben die besseren Geschichten.“

Dobelli  
 
Davon können sich die Handelsblatt-Leserinnen und -Leser vor Ort selbst überzeugen. Für Freitagnachmittag lädt der Chefredakteur des Handelsblatt Magazins, Thomas Tuma, zum Gespräch mit dem Schweizer Bestseller-Autor Rolf Dobelli auf die Buchmesse ein. Es geht um nichts Geringeres als die „Kunst des guten Lebens“. JETZT LESEN

Wirtschaftsbuchpreis  
 
Am Freitagabend dann werden wir auf einer feierlichen Gala den Wirtschaftsbuchpreis 2017 vergeben. Ann-Kristin Achleitner hält die Keynote. Alle zehn nominierten Autoren oder ihre Verleger werden - wie beim Speed-Dating - ihre Werke in aller Kürze vorstellen. Ich darf dann - vorausgesetzt die Maschine aus Washington landet pünktlich in Frankfurt - im Namen unserer erlauchten Jury den Preisträger (oder ist es diesmal eine Preisträgerin?) bekannt geben und nach Kräften belobigen. Lust auf Buch und Buchmenschen? Ich freue mich auf Sie: steingart@morningbriefing.de

Ich wünsche Ihnen einen zuversichtlichen Start in den neuen Tag. Herzlichst grüßt Sie Ihr


Gabor Steingart
Herausgeber
   
 
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Name: Vontobel
Branche: Vermögensverwalter
 
Vontobel zählt zu den führenden Schweizer Vermögensverwaltern in Deutschland, der mit seinen erfahrenen Beratern in München, Frankfurt und Hamburg seinen Kunden mit individuellen Anlagelösungen zur Verfügung steht. Als der Zukunft zugewandtes, börsennotiertes Unternehmen, das sich mehrheitlich im Besitz der Gründerfamilien befindet, schafft Vontobel Chancen für seine Kunden und verfolgt diese entschlossen. Dabei konzentriert sich der Vermögensverwalter auf seine Stärken: beispielsweise die aktive Verwaltung von großen privaten wie auch institutionellen Vermögen. Die Vielzahl von Auszeichnungen, aber vor allem der überproportionale Zufluss von neuen Geldern und die Performance unterstreichen die Expertise sowie auch die hohe Kundenzufriedenheit.
 
Kontakt: thomas.fischer@vontobel.de
Website: http://www.vontobel.com
 
 
 
 
 
 
 
 
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Keine Angst vor der Börse!
 
Von Jessica Schwarzer, Chefkorrespondentin

Die Aktienrally läuft nun schon im neunten Jahr. Allein in diesem Jahr hätten Anleger, die auf die deutschen Standardwerte im Dax gesetzt hätten, eine Rendite von 13 Prozent einfahren können. Doch trotz Null- und Negativzinsen meiden die Deutschen Aktien nach wie vor – aus übertriebener Risikoscheu und aus Angst vor Schwankungen. Dadurch entgeht ihnen ein hübscher Vermögenszuwachs. Die Rendite einzufahren ist übrigens gar nicht so schwierig. Der legendäre Investor Peter Lynch sagte einst: „Jeder kann mit Aktien Geld verdienen, wenn er nur seine Hausaufgaben macht.“

Was zu Zeiten des US-Fondsmanagers galt, gilt auch heute noch. Wer sich mit seiner Geldanlage und vor allem der Börse ein wenig beschäftigt, wird schnell feststellen: Aktien sind kein Teufelszeug. Langfristig sind sie die erfolgreichste Anlageklasse überhaupt. Deshalb mein Appell an alle Sparer: Machen Sie Ihre Hausaufgaben, beschäftigen Sie sich mit Ihrem Geld und der Börse. Es lohnt sich.
 
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Autor des Morning Briefing-Editorials: Gabor Steingart
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