Früher war alles besser / Abschwung oder Crash?
 
 
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Samstag, 17.11.18
 
 
 
 
VON SVEN AFHÜPPE
 
Guten Morgen
liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
 
+  Ein Mann für Europa  +  Früher war alles besser  +  Abschwung oder Crash?
 
 
 
 
 
 
 
großer Tag für Manfred Weber: Die Europäische Volkspartei hat mit knapp 80 Prozent den CSU-Politiker zum Spitzenkandidaten für die Europawahlen bestimmt. Das Ergebnis ist beachtlich, doch keine Garantie, dass Weber auch der nächste Kommissionspräsident wird. Erstens muss Weber ein starkes Ergebnis bei der Europawahl erzielen, zweitens muss er dann noch von den Staats- und Regierungschefs zum Kommissionspräsidenten ernannt werden. Einen Automatismus gibt es nicht. Europa hat leider immer noch ein Demokratiedefizit.   
 
 
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Kanzlerin Angela Merkel hat ungewöhnlich emotional auf die Entscheidung reagiert. „Mein Herz schlägt für Manfred Weber“, sagte die CDU-Vorsitzende nach der Wahl in Helsinki. Das klingt nett, heißt in der Merkelschen Machtpolitik aber nicht viel. Am Ende werden die verschiedenen Spitzenjobs in Europa wie immer in einem Paket vergeben – Vorbild mittelalterlicher Basar.
 
 
 
Die SPD-Spitze entwickelt sich zur Wünsch-dir-was-Partei. Nicht nur ein Jahr staatlich bezahlte Auszeit nach zwölf Jahren Arbeit wollen die großzügigen Genossen durchsetzen, sondern auch Hartz IV abschaffen. „Wir arbeiten an einem neuen Konzept“, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Bei der SPD gilt erkennbar das Motto: Früher war alles besser.   
 
 
 
 
   
Dass die Hartz-Reformen maßgeblich zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland beigetragen haben, ignorieren die Sozialdemokraten. Die Haltung kann man Politik nennen – oder Realitätsverweigerung. Die erfolgreichen SPD-Kanzler Helmut Schmidt und Gerhard Schröder wussten, dass man Wahlen nur in der Mitte der Gesellschaft gewinnt. Aber vielleicht will die SPD gar keine Wahlen gewinnen. Andrea Nahles, bitte melden!
 
 
 
Wegen hoher Luftverschmutzung müssen weitere Städte Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge verhängen. In Köln gilt das Verbot ab April 2019 innerhalb der grünen Umweltzone, in Bonn nur für zwei besonders belastete Straßen. Das Versprechen der Großen Koalition, alles zu tun, um Fahrverbote zu verhindern, löst sich zunehmend in Luft auf. Wenn Politiker nach Gründen für den Vertrauensverlust in die Volksparteien suchen, hier ist einer. Beim Umgang mit der Dieselkrise glänzen Politik und Industrie durch organisierte Verantwortungslosigkeit.
 
 
 
 
Kurseinbrüche, Gewinnwarnungen, Wachstumsknick: Wie heftig wird der drohende Konjunktureinbruch? Die aktuelle Handelsblatt-Titelgeschichte geht dieser Frage auf den Grund und beschreibt, was Anleger jetzt beachten sollten. Der Ökonomie-Nobelpreisträger Robert Shiller fürchtet Schlimmes: „Der Kollaps wird kommen.“ Die Warnung sollten wir ernst nehmen. In der Vergangenheit lag Shiller mit seinen Prognosen oft richtig.
 
 
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Selbst als Handelsblatt-Redakteur Thomas Jahn schon auf dem Weg in die nigerianische Hauptstadt Lagos war, wusste er nicht, ob er dort wirklich wie geplant Bill Gates treffen würde. Die Terminpläne des Microsoft-Gründers und Multi-Milliardärs gelten als höchst volatil. Aber wer wagt, gewinnt – in diesem Fall ein langes Gespräch mit Gates über dessen soziales Engagement in der Dritten Welt, seine Angst vor künstlicher Intelligenz und seine Probleme mit Donald Trump. Milliardär Gates zeigt ganz deutlich: Geld muss den Charakter nicht verderben.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames und inspirierendes Wochenende.
Herzliche Grüße
 
 
 
 
Sven Afhüppe
Chefredakteur Handelsblatt
 
 
 
 
 
 
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Titelthema:
Abschwung oder Crash?
 
 
 
 
 
 
 
 
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Autor des Morning Briefing-Editorials: Sven Afhüppe
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