Ehe wird nicht liquidiert, nur demokratisiert
 
Mehr Nato wagen / BMW vs. Tesla
 
szmtag
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
   
 
Donnerstag, 29.06.2017
 
Guten Morgen Herr Morrien,
 
 
 
die „Ehe für alle“ wird zum Test für die Liberalität unserer Gesellschaft, der allerdings schon jetzt als bestanden gelten darf. Eine Dreiviertelmehrheit der Deutschen ist bereit, ihren Ehebegriff zu modernisieren; nur die katholische Kirche und die Frankfurter Altmodische Zeitung („FAZ“) sind dagegen. Der „Ehebegriff wird aufgelöst“, klagt Kardinal Marx. Die CDU werfe über Bord, „was ihr und ihren Anhängern wichtig und wertvoll war“, trauert die „FAZ“. Doch die Tränen fließen am wahren Sachverhalt vorbei. Die Ehe wird nicht liquidiert, nur demokratisiert und popularisiert. Der Kern vom Kern des Eheversprechens besteht seit jeher aus Verantwortung. Es ging und geht um den zivilisatorisch bedeutsamen Übergang vom „Ich“ zum „Wir“. Oder wie Oscar Wilde sich einst ausdrückte: „Ehe ist gegenseitige Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen.“

 
 
Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten wollen heute in Brüssel über die Aufstockung der Afghanistan-Truppe reden. Angaben aus Bündniskreisen zufolge sollen sich künftig rund 15.800 Soldaten - statt bisher 12.000 - am Einsatz zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligen. Hintergrund der Truppenaufstockung ist das Wiedererstarken der Taliban. Die allerdings werden sich über die Nato-Aktivität freuen. Der westliche Tötungsapparat ist ihr Lebenselixier.

 
 
Vor einer Woche war Tesla an den Weltbörsen mit knapp 56 Milliarden Euro erstmals höher bewertet als BMW. Der Grund: Das von Elon Musk geführte Unternehmen macht deutliche Fortschritte bei der Produktion des Model 3 – ein Auto ähnlich dem 3er-BMW. Kompakt, sportlich – und elektrisch, zu einem Einstiegspreis von 35.000 Dollar. Fast 400.000 Vorbestellungen machen aus dem Nischen- einen Massenhersteller.

 
 
Auf der IAA im September will BMW-Chef Harald Krüger nach Informationen unserer Zeitung kraftvoll gegenhalten und eine elektrische Version der 3er-Reihe vorstellen, des volumenstärksten BMW-Modells. Das Auto soll mit 400 Kilometern mindestens die Reichweite des Model 3 von Tesla aufweisen. Neben der 3er-Reihe sollen bis 2020 auch der Geländewagen X3 und die Kleinwagenmarke Mini elektrische Antriebe erhalten. 2025 will BMW 600.000 Stromautos verkaufen. In München hat man die Schockstarre offenbar überwunden. Jetzt gilt das Motto: Zukunft ist das, was wir daraus machen.   JETZT LESEN

 
 
Die internationale Staatengemeinschaft spricht viel von Klimaschutz - und tut wenig, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen. Einer aktuellen Studie zufolge sind weltweit mehr als 1600 Kohlekraftwerke in Bau oder in Planung, insbesondere in China und Indien. Kohlekraftwerke zählen zu den größten Emittenten von Treibhausgas. Merkel will das Thema beim G20-Gipfel in Hamburg adressieren, womöglich deutlich. Für Chinesen, Inder und Donald Trump könnte das Treffen zum Tribunal werden.  http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/energie/1-600-neue-kraftwerke-geplant-die-grosse-kohle-luege/19990872.html?nlayer=Premium_11470348 JETZT LESEN

 
 
Die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg legt heute ihre aktuellen Daten zur Verbraucherstimmung vor. Die starke Konjunktur und der robuste Arbeitsmarkt hatten das Konsumklima im Mai aufgehellt. Es wird erwartet, dass sich der Trend im Juni fortgesetzt hat. Ein Gerechtigkeitswahlkampf, wie ihn die SPD führt, kann unter diesen Bedingungen keine Massenwirkung entfalten. Das Symbol der SPD war einst die Rose. Das Logo der Kampagne 2017 scheint die Orchidee.

Lieferengpässe bei Arzneien? Nicht Ausnahme, sondern Regel, sagen die Krankenkassen. Immer häufiger würden Medikamente in Apotheken und Kliniken fehlen - eine Folge der weltweiten Konzentration auf dem Pharmamarkt. Denn die Konzentration führe zu gestrafften Lieferketten und knapper Vorratshaltung. Die Krankenkassen fordern nun, Firmen, die nicht liefern, mit Schadensersatz zu bestrafen. Einziger Nachteil: Von Schadensersatz wird man nicht geheilt.   JETZT LESEN

Ich wünsche Ihnen einen herzhaften Start in den neuen Tag. Herzlichst grüßt Sie Ihr


Gabor Steingart
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Urlaubsgrüße ohne Mitleser
 
Von Christof Kerkmann, Redakteur des Handelsblatts

Ein paar Fotos per Whatsapp an die Familie schicken, Tipps für den nächsten Ausflug suchen, in der Online-Videothek einen Film runterladen: Viele Urlauber wollen auch im Ausland nicht aufs Internet verzichten. WLAN-Hotspots bieten eine günstige Alternative – allerdings nicht unbedingt eine sichere. Denn die Zugänge lassen sich relativ einfach überwachen, und zwar unbemerkt.

Ob mit dem Smartphone oder Notebook: Ein paar Tipps helfen. So sollten Nutzer darauf achten, verschlüsselte Websites zu nutzen, zu erkennen am Kürzel „https“. Noch besser ist die Nutzung eines VPN-Programms, das eine verschlüsselte Verbindung aufbaut. Das kann allerdings etwas kosten, zudem blockieren einige Hotspots diese Technologie. Von Online-Banking und ähnlich sensiblen Aktionen ist in öffentlichen WLAN-Netzwerken grundsätzlich abzuraten – im Zweifel lieber etwas fürs Roaming zahlen.
 
MEHR TIPPS VON DER INITIATIVE DEUTSCHLAND SICHER IM NETZ
 
 
 
   
 
 
 
 
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