Lob für Trump / Digitalexperten für den Bund
 
 
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Sonntag, 16.06.19
 
 
 
 
VON SVEN AFHÜPPE
 
Guten Morgen
liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
 
+  Hardball-Diplomatie gegen London  +  Lob für Trump  +  Digitalexperten für den Bund
 
 
 
 
 
 
das Brexit-Desaster geht in die nächste Runde. Erst lehnte das britische Unterhaus den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Ausstiegsvertrag ab, dann stimmte es gestern Abend gegen einen No-Deal-Brexit. Die Briten sind dem Wunsch von Kanzlerin Angela Merkel, „dass es einen geordneten Austritt Großbritanniens gibt“, einen Schritt nähergekommen. Doch es reicht nicht, nur gegen einen No-Deal-Brexit zu sein. Das britische Parlament muss einem Deal zustimmen – andernfalls gilt sofort der Satz von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: „Isch over.“
 
 
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Mays Ankündigung, den mit der EU ausgehandelten Deal ein drittes Mal zur Abstimmung vorzulegen, ist eine Verzweiflungstat. Die EU-Kommission fühlt sich zu Recht vom britischen Parlament genarrt. Schon zum Selbstschutz muss die EU-Kommission jetzt auf „Hardball“-Diplomatie umschalten. Andernfalls droht die Europawahl zur Abrechnung mit den „Softball“-Politikern in Brüssel zu werden.
 
 
 
 
Nach zahlreichen anderen Ländern haben jetzt auch die USA ein Flugverbot für Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max ausgesprochen. US-Präsident Donald Trump verkündete eine entsprechende Anweisung mit sofortiger Wirkung. Der Schutz der heimischen Wirtschaft ist offenbar auch für Trump nicht grenzenlos. Selten verdienen Trumps Entscheidungen Lob, diese schon.
 
 
 
 
 
Vor wenigen Wochen hat das Bundeskartellamt die geplante Fusion der Zugsparten von Siemens und Alstom wegen erheblicher wettbewerbsrechtlicher Bedenken torpediert. Jetzt zeigt sich Kartellamtspräsident Andreas Mundt offen für eine europäische Industriepolitik. Im Interview mit dem Handelsblatt sagt er, man müsse die Frage diskutieren, „ob wir in Europa möglicherweise Monopole, Duopole und dann auch höhere Preise für europäische Verbraucher in Kauf nehmen müssen“, damit europäische Unternehmen eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit erreichen können. Mundts Sinneswandel lesen Sie hier.   
 
 
 
 
   
Auf einen Anrufer sollte sich der Kartellamtschef schon mal vorbereiten: Joe Kaeser. Der Siemens-Chef muss sich durch Mundts plötzliche Unterstützung europäischer Champions reichlich vorgeführt fühlen. Mundt könnte zur Erklärung mit Goethe antworten: „Irrend lernt man.“  
 
 
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Die Arbeitsgruppe „Personal in der Digitalen Verwaltung“ klingt nach schlimmem Beamtendeutsch. Doch der Plan dahinter ist klug: Die Bundesregierung will den Austausch zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Verwaltung fördern, um attraktiv für IT-Experten zu werden. Bundesregierung statt Google, lautet vereinfacht das ambitionierte Ziel Berlins. Der Versuch lohnt sich.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Herzliche Grüße
 
 
 
 
Sven Afhüppe
Chefredakteur Handelsblatt
 
 
 
 
 
 
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Erfolgreich tätig seit 2006: Zwei Buffett-Jünger aus Freiburg
 
Name: Hauser & Friends AG, Phillip & Fritz Hauser
Branche: Vermögensverwaltung

Starke Renditen, aber auch Sicherheit und faire Gebühren – das wünschten sich Fritz und Phillip Hauser, als sie die Verantwortung für ihr Familienvermögen übernahmen. Die Lösung fand sich im Value Investing-Prinzip nach Warren Buffett. Ihr Erfolg sprach sich herum: Anfragen von Freunden führten dazu, auch fremdes Vermögen zu vermehren. Die beiden Brüder gründeten die Hauser & Friends AG, eine moderne Anlegerpartnerschaft mit zwei Prinzipien:
1. Alle sitzen im selben Boot: Das Privatkapital des Managements wird exakt so investiert wie das der „Friends“.
2. Die Vergütung ist erfolgsabhängig: Nur bei positiver Rendite fällt eine Gebühr an.
Die Zuwächse sind seit 2006 mehr als vorzeigbar: Im Schnitt lag die Rendite deutlich über Marktniveau, die Performance also über der des DAX.

KONTAKT:
info@hauser-friends.de
WEBSITE: http://www.hauser-friends.de
 
 
 
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Autor des Morning Briefing-Editorials: Sven Afhüppe
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